Voltigieren heißt, turnerisch-gymnastische Übungen auf dem Pferd auszuführen. Das Zusammenwirken von Pferd, Longenführer und Voltigierer bildet die Grundvoraussetzung für diese Pferdesportart. Der Longenführer longiert das Pferd auf einer großen Zirkellinie, die Voltigierer führen ihre Übungen im Einklang mit den Bewegungen des Pferdes aus.

Es gibt nationale und internationale Prüfungen im Gruppen- Einzel- und Doppelvoltigieren bis hin zu Europa- und Weltmeisterschaften. Gruppen- und Einzelprüfungen bestehen aus Pflicht und Kür, Doppelvoltigieren ist eine reine Kürprüfung.

Eine Voltigiergruppe besteht aus acht Voltigierern und einem Ersatzvoltigierer. Zunächst werden die in der jeweiligen Leistungsklasse verlangten Pflichtübungen von allen acht Voltigierern gezeigt. Darauf folgt eine frei zusammengestellte Kür mit statischen und dynamischen Elementen, wobei bis zu drei Voltigierer gleichzeitig beteiligt sind. Der Einzelvoltigierer zeigt nach der Pflicht eine Kür aus statischen und dynamischen Einzelübungen sowie Bodensprüngen. Beim Doppelvoltigieren zeigen Damen- bzw. Herrenpaare oder gemischte Paare (Pas de Deux) eine Doppelkür. Die Kürübungen werden zu einer fließenden Bewegungsfolge kombiniert und durch passende Musik unterstrichen.

Die Voltigierer brauchen vielfältige Fähigkeiten wie Koordination, Bewegungsgefühl, Gleichgewicht, Beweglichkeit und Schnellkraft. Zusammen mit einem geschulten Longenführer und einem korrekt ausgebildeten Pferd können sie eine erfolgreiche Einheit bilden.

Quelle: http://www.fn-dokr.de


Die Weltmeißter aus Deutschland bei der Weltmeißterschaft 2005.